In der nordirischen Hauptstadt Belfast haben hunderte Menschen am Dienstagabend gegen Einwanderung protestiert, nachdem am Montag ein Mann bei einer Messerattacke schwer verletzt worden war, und dabei Fahrzeuge, einen Bus und Gebäude in Brand gesteckt.

Bei dem Vorfall am Montag wurde ein Mann auf offener Straße mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt. Ein vor den Protesten in Onlinediensten veröffentlichtes Video zeigt einen Täter, der einen am Boden liegenden, blutüberströmten Mann mehrfach mit einem Messer attackiert und offenbar versucht, ihm die Kehle durchzuschneiden. Die Polizei bat darum, dieses nicht weiter zu verbreiten.

Hintergrund: Die Messerattacke am Montag

Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich laut Polizei um einen 30 Jahre alten Mann aus dem Sudan. Der 30-Jährige wurde festgenommen, er soll am Mittwoch einem Richter vorgeführt werden. Der Tatverdächtige wurde inzwischen wegen versuchten Mordes, Waffenbesitzes und Todesdrohungen angeklagt. Laut Polizei erhielt der Tatverdächtige 2023 ein Visum für fünf Jahre. Die Polizei sehe aber keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund.

Als Reaktion auf das Video versammelten sich an verschiedenen Orten von Belfast hunderte Menschen, viele von ihnen waren laut den Berichten von Journalisten der Nachrichtenagentur AFP maskiert. Mehrere Fahrzeuge, darunter ein Bus, wurden in Brand gesetzt, auch Gebäude standen in Flammen. Ein Bus und mehrere Autos wurden in der Hauptstadt des britischen Landsteils Nordirland in Brand gesetzt, im Fernsehen waren brennende Gebäude zu sehen.