Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und der französische Präsident Emmanuel Macron haben in Paris eine gegenseitige Verteidigungsklausel vereinbart, die Norwegen unter den französischen Nuklearschirm stellt.

Das Abkommen ist eine direkte Reaktion auf die wachsende Unsicherheit über die Verlässlichkeit des amerikanischen Atomschirms für Europa. Mehrere europäische Regierungen befürchten, dass sich NATO-Mitglieder nicht mehr vollständig auf die USA verlassen können – insbesondere unter Donald Trump, aber möglicherweise auch unter künftigen Präsidenten.

Frankreich ist seit dem EU-Austritt Großbritanniens im Jahr 2020 die einzige verbliebene Atommacht in der Europäischen Union. Laut dem Friedensforschungsinstitut Sipri besitzt das Land 290 der weltweit etwa 12.200 Atomwaffen und ist damit nach Russland, den USA und China die viertgrößte Atommacht.