Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in ihrem Jahresbericht für 2025 vor einer zunehmenden Erosion des Multilateralismus, des Völkerrechts und der Zivilgesellschaft gewarnt. Laut dem Bericht tragen mächtige Staaten, Konzerne und anti-menschenrechtliche Bewegungen zu dieser Entwicklung bei.

Globale Angriffe auf Menschenrechte

Der Bericht beschreibt eine Welt, die sich durch wachsende Rassismus-Tendenzen und eine Ablehnung rechtsstaatlicher Prinzipien auszeichnet. Besorgniserregend sei der dramatische Anstieg schwerer internationaler Verbrechen sowie die gezielten Angriffe auf das internationale Rechtssystem. Agnès Callamard, Generalsekretärin von Amnesty International, betonte, dass einzelne politische Führungspersönlichkeiten wie der US-Präsident Donald Trump, der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu und der russische Präsident Vladimir Putin zwar zentrale Figuren seien, aber strukturelle Probleme die eigentliche Ursache darstellten.

"Wir erleben eine Welt ohne moralische Orientierung", heißt es in dem Bericht. Die Organisation warnt vor den Folgen dieser Entwicklungen, die bereits jetzt zu einer Destabilisierung globaler Menschenrechtsstandards führen.

Konflikte und Repressionen im Fokus

Amnesty International wirft Israel vor, trotz des Waffenstillstandsabkommens vom Oktober 2025 weiterhin einen "Völkermord" an den Palästinensern zu begehen und das "Apartheid-System" aufrechtzuerhalten. Die Vorwürfe sind Teil einer scharfen Kritik an der israelischen Politik, die laut dem Bericht systematisch gegen internationales Recht verstoße.