Spaniens Sánchez in Korruptionsaffäre belastet Ein Zeuge hat in einem Korruptionsverfahren schwere Vorwürfe gegen Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez erhoben und ihn an die Spitze einer angeblichen Hierarchie von Begünstigten gestellt.
Vorwürfe und Anklage
Der ehemalige Minister José Luis Ábalos steht im Zentrum der Ermittlungen wegen mutmaßlicher Bestechung bei der Vergabe öffentlicher Aufträge während der Coronapandemie. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seine Position in der Regierung genutzt zu haben, um lukrative Verträge für den Kauf von Gesichtsmasken an Víctor de Aldama zu vergeben. Die Schadenssumme beläuft sich auf Millionen Euro.
Víctor de Aldama, einer der Hauptbeschuldigten, hat in seiner Aussage Sánchez direkt mit den Vorgängen in Verbindung gebracht. Er erklärte: *"Wenn es in diesem Fall eine Hierarchie gibt, dann habe Sánchez 'an der Spitze' gestanden, gefolgt von Ábalos und García."* Diese Aussage könnte die politischen Konsequenzen für die spanische Regierung erheblich verschärfen.
Prozess und mögliche Strafen
Das Gerichtsverfahren, das bis Ende des Monats abgeschlossen werden soll, hat bereits über 75 Zeugen und etwa 20 Experten aufgerufen. Die Anklage fordert für Ábalos eine Haftstrafe von 24 Jahren. Die Vorwürfe beziehen sich auf den Missbrauch von öffentlichen Mitteln und die unrechtmäßige Begünstigung privater Unternehmen in einer Zeit, in der die Pandemie die spanische Wirtschaft schwer belastete.

