Die peruanischen Minister Hugo de Zela (Außenministerium) und Carlos Díaz (Verteidigungsministerium) haben ihren Rücktritt erklärt, nachdem die Regierung den geplanten Kauf von US-Kampfjets im Wert von 3,5 Milliarden Dollar (rund drei Milliarden Euro) gestoppt hatte.

Protest gegen gebrochene Verträge

Die beiden Minister betonten in ihren Rücktrittserklärungen, dass die Glaubwürdigkeit Perus auf dem Spiel stehe, da der Vertrag zum Kauf der F-16-Kampfjets bereits unterzeichnet worden sei. De Zela und Díaz machten deutlich, dass sie die Entscheidung der Regierung nicht mittragen könnten, da sie internationale Abkommen untergrabe.

Der geplante Kauf der Kampfflugzeuge war ein zentrales Projekt der Verteidigungspolitik und sollte die militärische Kapazität des südamerikanischen Landes stärken. Die abrupte Absage der Regierung löste nicht nur den Rücktritt der Minister aus, sondern wirft auch Fragen zur politischen Stabilität auf.

Politische Krise und Wahlchaos

Die Rücktritte fallen in eine Phase politischer Unsicherheit in Peru. Bei der Wahl eines neuen Staatsoberhauptes und eines neuen Parlaments am 12. April war kein eindeutiger Sieger hervorgegangen. Nach Auszählung von über 80 Prozent der Stimmen lagen der rechtsextreme Kandidat Rafael "Porky" López Aliaga und zwei linke Bewerber fast gleichauf. Eine Stichwahl soll nun am 7. Juni stattfinden.