Ein 46-jähriger Torero wurde bei einer Corrida in der Arena La Maestranza in Sevilla schwer verletzt, als ihn ein über 500 Kilogramm schwerer Stier mit seinem Horn von hinten aufspießte. Der Vorfall ereignete sich während eines traditionellen Stierkampfs, bei dem der Torero eine tiefe Wunde im Bereich des Afters und Darms erlitt. Der Stier, namens Clandestino, griff den Mann unerwartet an und durchbohrte ihn mit einem seiner langen, spitzen Hörner.

Schwere Verletzungen und Operation

Laut Berichten der Zeitung "El País" wurde der Torero nach dem Angriff umgehend operiert. "Er sei anschließend operiert worden", berichtete das Blatt unter Berufung auf den zuständigen Arzt. Der Zustand des Mannes bleibt kritisch, doch weitere Details zu seinem Gesundheitszustand wurden nicht bekannt gegeben.

Solche Verletzungen sind bei Stierkämpfen nicht ungewöhnlich. Bereits 2016 starb der Stierkämpfer Víctor Barrio in Teruel, als ein Stier mit seinem Horn sein Herz durchbohrte. Die Gefahren dieser Tradition sind seit langem bekannt, doch die genaue Zahl der Todesfälle bleibt unklar. Spanische Medien sprechen von Dutzenden Toten seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

Kontroverse um die Tradition

Stierkämpfe sind in Spanien eine umstrittene Tradition. Während sie für viele ein wichtiger kultureller Bestandteil sind, fordern Tierschützer und Kritiker seit Jahren ein Verbot der blutigen Spektakel. Der jüngste Vorfall in Sevilla dürfte die Debatte erneut anheizen.