Die Umweltstiftung WWF hat am Montag auf das Verschwinden dreier seltener Wildfluss-Heuschreckenarten im Einzugsgebiet des Tiroler Inns aufmerksam gemacht und den Schutz der Ötztaler Ache als letztem bekannten Lebensraum gefordert.

Im Rahmen des WWF-Projekts „INNsieme connect" wurde im Einzugsgebiet des Tiroler Inns untersucht, wie es um drei stark spezialisierte Heuschreckenarten bestellt ist. Das Ergebnis fällt düster aus: Türks Dornschrecke, Kiesbank-Grashüpfer und Gefleckte Schnarrschrecke sind demnach in Tirol nur noch an einem einzigen Fluss nachweisbar – der Ötztaler Ache. Marianne Götsch, stellvertretende Projektleiterin von „INNsieme connect", sprach von einem drastischen Schwund, der ohne Schutzmaßnahmen kaum noch umkehrbar sei.