Forschende der Initiative World Weather Attribution (WWA) haben nachgewiesen, dass der Klimawandel die aktuelle Dürre in Europa deutlich verschärft und die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Bodendürren massiv erhöht hat.

Die Befunde im Überblick

Die Forscherinnen und Forscher verglichen Trends bei Niederschlag, Bodenfeuchte und der sogenannten potenziellen Evapotranspiration (PET) – einem Maß für den „Durst" der Atmosphäre als Fähigkeit, Feuchtigkeit zu verdunsten – in zwei Untersuchungsregionen. Das Ergebnis: In Westeuropa sind landwirtschaftliche Bodendürren der Studie zufolge etwa fünfmal wahrscheinlicher geworden als vor der Industrialisierung; in Osteuropa, wo trockene Bedingungen seit sechs Monaten anhalten, sei die Bodendürre etwa elfmal wahrscheinlicher. Beteiligt daran waren auch Forschende des Deutschen Wetterdienstes (DWD).