Beim 43. Vienna City Marathon mussten deutlich mehr Läuferinnen und Läufer aufgeben als im Vorjahr, obwohl die Veranstaltung mit 49.400 Anmeldungen einen neuen Rekord verzeichnete.
Höhere Ausstiegsquote trotz Rekordanmeldungen
Trotz einer konstanten Anzahl von 13.000 Nennungen für den Halbmarathon erreichten diesmal nur 8.600 Teilnehmer das Ziel – im Vergleich zu 9.300 im Vorjahr. Die Gründe für die gestiegene Ausstiegsquote wurden nicht näher erläutert. Insgesamt gab es 8.600 Marathon-Finisher und 13.000 Halbmarathon-Läufer, was die Dimensionen des Events in Wien unterstreicht.
Der 21-jährige Wiener Aaron Gruen gewann den Halbmarathon in einer Zeit von 62:58 Minuten. Trotz seines missglückten Debüts kündigte er an, im nächsten Jahr wieder anzutreten: "Ich werde keine Ruhe geben, bis der Marathon da ist, mit dem ich zufrieden bin."
Internationale Spitzenleistungen und lokale Ambitionen
Im Elitebereich siegte die Kenianerin Fanny Kiprotich mit einer Zeit von 2:06:53 Stunden. Die Äthiopierin Tigist Gezahagn setzte mit 2:20:06 Stunden eine neue Frauenbestmarke und näherte sich der Schallmauer von 2:20 Stunden, die bereits im kommenden Jahr fallen könnte.
Andreas Vojta, der als bester österreichischer Läufer mit 2:15:07 Stunden auf dem neunten Platz ins Ziel am Burgtheater einlief, zeigte sich gemischt: "Es sind gemischte Gefühle, wie ich es schon öfter gehabt habe im Marathon. Es war nicht das, was ich mir erhofft habe." Dennoch will er seinen Traum von einem perfekten Lauf über die 42,195 Kilometer nicht aufgeben.

