Im Fall des Sprinters Owen Ansah vom Hamburger SV, der einen unangekündigten Dopingtest verweigerte, erläutert die Nationale Anti-Doping Agentur (Nada) den Ablauf von Kontrollen und die Folgen für Sportler im Registered Testing Pool.
Der 25-jährige Owen Ansah, der für den Hamburger SV startet, sieht sich laut Nada mit einem möglichen mehrjährigen Ausschluss vom Wettkampfsport konfrontiert. Hintergrund ist die Weigerung des Sprinters, einen unangekündigten Dopingtest durchzuführen, weil er nach eigenen Angaben in Eile auf dem Weg zum Flughafen und zur nächsten Wettkampfveranstaltung war. Wie die Nationale Anti-Doping Agentur mitteilte, droht dem Athleten nun eine Sperre.
Eva Bunthoff, Leiterin des Ressorts Doping-Kontroll-System bei der Nada, erklärte: „Das Prozedere zur Umsetzung von Dopingkontrollen ist weltweit standardisiert.“ Damit eine Kontrolle rechtmäßig durchgeführt werde, müsse ein Athlet zunächst über die Kontrolle informiert werden. „Eine Abweichung davon gilt als möglicher Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen.“ Sobald die Anforderung einmal ausgesprochen sei, müsse der Test auch stattfinden, jede Abweichung könne als Anti-Doping-Regelverstoß gewertet werden.
