Berlin, 03 Juni 2026

Die Wim Wenders Stiftung hat den Film „Falsche Bewegung" (1975) am Mittwoch aus sämtlichen Verbreitungswegen genommen, nachdem die damalige Darstellerin Nastassja Kinski über Jahre hinweg die Entfernung einer etwa zwei Minuten langen Szene gefordert hatte, in der sie als 13-Jährige mit nacktem Oberkörper zu sehen ist.

Bereits am Freitagabend hatte Wim Wenders anlässlich der Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin eine persönliche Erklärung abgegeben. In seiner Dankesrede für den Ehrenpreis für sein Lebenswerk sprach der Regisseur die Kontroverse um seinen Film „Falsche Bewegung" offen an. „Das würde ich heute nie mehr so machen. Ich weiß heute mehr, viel mehr. Es gibt andere Sensibilitäten. Wir leben in einer völlig anderen Welt als vor 50 Jahren", sagte er. Mit den Worten „Als einziger der damals für ‚Falsche Bewegung' handelnden Verantwortlichen, der noch da ist, sehe ich, dass Nastassja Kinski damals hätte besser beschützt werden müssen. Dafür bitte ich Dich um Entschuldigung, Nastassja, ohne Wenn und Aber" wandte sich Wenders direkt an die Schauspielerin.