Wals-Siezenheim, 23 Juli 2026

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) sieht die Regierung beim Wehrdienst-Kompromiss „sehr nahe“, während beim Zivildienst noch keine Einigung in Sicht ist.

Die Regierung steuert auf eine Lösung in der seit Wochen schwelenden Wehrdienst-Debatte zu. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) erklärte am Rande seiner Sommertour in Innsbruck, die Koalitionsparteien seien sich bei der Wehrdienst-Reform „sehr nahe“ und es sei davon auszugehen, „dass wir eine Lösung haben werden“. Beim Zivildienst allerdings sei man sich „noch nicht so nahe“, fügte Stocker hinzu, ohne auf Details einzugehen.

Im Zentrum der Verhandlungen steht das zuletzt von Stocker selbst ins Spiel gebrachte Kompromissmodell „6 plus 3“. Demnach sollen Wehrpflichtige künftig sechs Monate Grundwehrdienst ableisten und unmittelbar daran anschließend 60 Tage Milizübungen absolvieren, weitere 40 Tage Miliz sollen später folgen. In Summe ergibt das nach Darstellung von Verhandlerkreisen die Variante „6 plus 100“ Tage, die in der Koalition und damit auch bei den NEOS mittlerweile akzeptiert sein soll.