Die österreichische Bundesregierung aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat am Montag beim Sommer-Ministerrat in der Schwarzenberg-Kaserne in Salzburg-Weitwörth eine Reform des Wehrdienstes vorgestellt, die am 1. Jänner 2027 in Kraft treten soll.

Das 6+3-Modell im Detail

Im Mittelpunkt des Kompromisses steht das sogenannte 6+3-Modell: Der bisherige Grundwehrdienst bleibt bei sechs Monaten, hinzu kommen drei Monate verpflichtende Truppen- und Milizübungen. Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP), Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ), Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) und der Vorsitzende der Wehrdienstkommission, Erwin Hameseder, stellten das Ergebnis am Nachmittag in der Offiziersmesse der größten Kaserne des Bundesheeres vor. Stocker sprach von einem Modell, das dem Stufenmodell der Expertinnen und Experten folge. „Mit diesen Maßnahmen schützen wir unser Land und die Menschen in unserem Land“, sagte der Kanzler.