Im Wald von Fontainebleau 50 Kilometer südlich von Paris ist ein Waldbrand ausgebrochen, der nach Angaben der Feuerwehr bereits 800 Hektar Wald zerstört hat und sich weiter ausdehnt.
Ausmaß und Lage des Brandes
Das am späten Sonntagnachmittag am Rande einer Autobahn ausgebrochene Feuer griff rasch auf den Forêt de Fontainebleau über. Der Wald, in dem sich das gleichnamige Schloss befindet, ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Westeuropas. Die Einsatzkräfte der Feuerwehr teilten mit, das Feuer sei bisher nicht unter Kontrolle und dehne sich weiter aus.
Laut Regierungssprecherin Maud Bregeon handelt es sich um eine "außergewöhnliche Lage", der Staat setze alle Mittel in Bewegung, um die Flammen zu bekämpfen. Das Ausmaß des Brandes sei "außerordentlich", sagte der stellvertretende Präfekt der Region, Yannis Bouzar.
Evakuierung und Rettungseinsatz
Der Bürgermeister der Ortschaft Le Vaudoué schilderte dem Sender BFMTV eine "Flammenwand", die sich sehr schnell fortbewege und die ersten Häuser am Rand der Gemeinde erreicht habe. Mehr als 1.000 Anrainer und Touristen seien evakuiert worden, sagte der Bürgermeister der Ortschaft Le Vaudoué dem Sender BFMTV.
Der Forêt de Fontainebleau, in dem sich das gleichnamige Schloss befindet, ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Westeuropas. In Fontainebleau befindet sich eines der bekanntesten Königsschlösser Frankreichs. Es diente früheren Monarchen als Jagdschloss und Herbstresidenz.