Volkswagen hat am 15. Juli 2026 den ID. Cross präsentiert, ein kompaktes Elektro-SUV auf Basis der MEB+-Plattform. Zwei Akkugrößen, bis zu 439 Kilometer Reichweite und ein Einstiegspreis von rund 28.000 Euro stehen im Mittelpunkt der Markteinführung in Europa.
Wolfsburg, 15 Juli 2026
Volkswagen hat am 15. Juli 2026 den ID. Cross vorgestellt, ein kompaktes Elektro-SUV auf Basis der MEB+-Plattform, das in Europa ab rund 28.000 Euro angeboten werden soll.
Modellbasis und Positionierung
Der ID. Cross ist das vierte Elektro-Kleinwagenmodell, das auf dem Modularen Elektrifizierungsbaukasten Plus (MEB+) basiert. Wie der Autohersteller aus Wolfsburg mitteilte, teilt sich das Fahrzeug Antriebsstrang, Innenausstattung und Infotainmentsystem weitgehend mit dem Ende April vorgestellten ID. Polo. „Innenausstattung und Infotainmentsystem sind praktisch identisch mit denjenigen des ID.Polo“, heißt es aus Wolfsburg. Die wesentlichen Unterschiede zwischen dem ID. Polo und dem ID. Cross lägen in der Karosserie.
Das Fahrzeug wird in zwei Akkugrößen angeboten: 37 kWh mit LFP-Zellen und 52 kWh mit NMC-Zellen. Die Reichweite gibt Volkswagen vorbehaltlich der endgültigen Typgenehmigung mit 316 km beim kleinen Akku und 436 km beim großen Akku an; eine weitere Quelle nennt bis zu 439 km mit einer Akkuladung – die Elektroversion des T-Cross komme mit einer Akkuladung bis zu 439 km weit. Beim großen Akku verfügt der Antrieb über eine Leistung von 155 kW (211 PS), die kleine Akkuversion lässt sich mit einem 85-kW-Motor (116 PS) oder einem 99-kW-Motor (135 PS) antreiben.
Antrieb und Leistungsstufen
Die Einstiegsvariante Trend gibt es nur mit kleinem Akku und 85-kW-Motor. Die Versionen Life und Style kommen serienmäßig mit kleinem Akku und 99-kW-Motor, sind jedoch mit großem Akku und 155-kW-Motor bestellbar. Damit deckt das Modell vier Leistungsstufen ab; eine GTI-Version mit 166-kW-Motor ist geplant. „Ebenso wie beim Elektro-Polo ist auch beim ID.Cross eine GTI-Version mit 166-kW-Motor geplant“, so der Hersteller. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt bei den beiden kleineren Leistungsstufen 150 km/h, der größere Antrieb wird bei 160 km/h abgeregelt.
Beide Modelle basieren auf der Elektroplattform MEB+, die über vier Leistungsstufen und zwei Akkugrößen verfügt. Der Antrieb erfolgt über die neue E-Maschine APP290 an der Vorderachse – anders als beim heckgetriebenen ID.3 setzen die neuen Kleinwagen des Konzerns auf Frontantrieb.
Ladetechnik und Energiespeicher
Von 10 auf 80 Prozent Kapazität wird die 37-kWh-Batterie laut VW in 27 Minuten geladen, bei der 52-kWh-Batterie dauert dieser Ladevorgang rund 24 Minuten. Der kleine Akku lädt mit bis zu 90 kW, beim großen Akku sind es bis zu 105 kW. Wechselstromladen an einer heimischen Wallbox ist serienmäßig mit 11 kW möglich; 22-kW-AC-Laden ist nicht verfügbar. Das Fahrzeug ist zudem für bidirektionales Laden vorbereitet.
Mit 4,15 Metern Länge, 1,58 Metern Höhe und 1,79 Metern Breite (ohne Spiegel) ordnet sich der ID. Cross in das Subsegment M1E ein. Das Kofferraumvolumen gibt Volkswagen mit 475 Litern an, hinzu kommen 22 Liter im Frunk unter der Fronthaube – ein deutlich größerer Wert als die 385 Liter des ID.3. „Bei rund 28.000 Euro geht es los“, formuliert der Hersteller den europäischen Einstiegspreis.
Maße und Alltagstauglichkeit
Neben dem Raumangebot verweist VW auf weitere praktische Details: Die Dachreling ist ebenfalls für eine Last von 75 kg konzipiert. Die Anhängelast liegt bei bis zu 1.200 kg, die Stützlast bei 75 kg – ausreichend für zwei E-Bikes samt Fahrradträger.
Die Life-Ausstattung umfasst adaptiven Tempomaten, 2-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera und 18-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Style-Variante ergänzt unter anderem LED-Matrix-Scheinwerfer. Gegen Aufpreis sind ein Harman-Kardon-Soundsystem, erweiterte Fahrerassistenzsysteme und 12-Zonen-Massagesitze erhältlich.
Ausstattung und Optionen
Bereits im April hatte eine statische Sitzprobe im Rahmen einer Präsentation in Hamburg stattgefunden. „Golem konnte sich den ungetarnten ID.Cross bereits im vergangenen April anschauen“, heißt es in einer der Quellen. Mit der offiziellen Vorstellung am 15. Juli 2026 ist die Markteinführung in Europa nun konkret angekündigt.
Im Konzernumfeld positioniert Volkswagen den ID. Cross als voraussichtlich meistverkauftes Modell der elektrischen Kleinwagenfamilie – noch vor Skoda Epiq, Cupra Raval und ID. Polo. Als direkte Wettbewerber nennt der Hersteller Skoda Epiq, Hyundai Ioniq 3, Renault 4, Mini Aceman sowie Kia EV2 und EV3; der Hyundai Ioniq 3 bietet bei ähnlicher Länge, aber flacherer Karosserie 441 Liter Laderaum.
Wettbewerbsumfeld und Marktbedeutung
Während die seit 2024 erhöhte Modellvielfalt bei batterieelektrischen Kleinwagen auf eine Konsolidierung des europäischen Marktes zielt, zeigen die technischen Eckdaten des ID. Cross, dass VW sowohl preis- als auch reichweitenorientierte Käufergruppen adressiert. Das Leergewicht ohne Fahrer beträgt bei beiden Akkuversionen etwa 1.550 kg (konkret 1.539 kg für die 37-kWh- und 1.548 kg für die 52-kWh-Variante).
Die unverbindliche Preisempfehlung von rund 28.000 Euro positioniert das Modell unter dem Niveau vieler elektrischer Kompakt-SUV und stellt zugleich eine Antwort auf die wachsende Konkurrenz europäischer und asiatischer Hersteller dar. Details zur Serienausstattung, Garantiebedingungen und Lieferterminen will Volkswagen zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlichen.
Die Namensgebung „Cross“ verweist auf das Verbrenner-Pendant T-Cross, zu dem der ID. Cross die vollelektrische Alternative bildet. In der Presse und bei Händlern wird das Modell informell auch als „Baby-Touareg“ bezeichnet, da Format und Konzept laut Branchenkommentaren an das größere SUV erinnern.
Preis und Markteinführung
Mit der Vorstellung am 15. Juli 2026 tritt der ID. Cross in die Phase der medialen Berichterstattung; Bestellungen und Auslieferungen werden nach Konzernangaben in den folgenden Monaten erwartet. Der Preis von rund 28.000 Euro gilt dabei als Einstiegswert für die Trend-Version mit kleinem Akku.
Insgesamt zeichnet sich der ID. Cross durch eine schrittweise Elektrifizierung des Kleinwagen-Segments aus, ohne auf Heckantrieb zu setzen, wie er noch beim ID.3 Standard ist. Stattdessen kommt Frontantrieb mit der E-Maschine APP290 zum Einsatz.
Volkswagen verspricht sich vom ID. Cross ein deutliches Stück Marktanteil im E-Subcompact-Segment und sieht ihn als Zugpferd der neuen MEB+-Familie. Der Konzern will in den kommenden Jahren sowohl bei Volumen als auch bei Marge vom wachsenden E-Kleinwagenmarkt profitieren.
Fragen & Antworten
Was kostet der VW ID. Cross in Europa?
Der Einstiegspreis für den europäischen Markt liegt laut Volkswagen bei rund 28.000 Euro und gilt für die Basisvariante Trend mit kleinem 37-kWh-Akku und 85-kW-Motor.
Welche Reichweite und welche Akkugrößen bietet der ID. Cross?
Es stehen zwei Batterien zur Wahl: 37 kWh (LFP) mit bis zu 316 km Reichweite und 52 kWh (NMC) mit bis zu 436 km Reichweite; eine weitere Quelle nennt bis zu 439 km, jeweils vorbehaltlich der endgültigen Typgenehmigung.
Welche Wettbewerber hat der ID. Cross?
Volkswagen nennt als direkte Konkurrenten Skoda Epiq, Hyundai Ioniq 3, Renault 4, Mini Aceman sowie Kia EV2 und Kia EV3; intern soll der ID. Cross den Skoda Epiq, die Cupra Raval und den ID. Polo beim Absatz überflügeln.
VW ID. Cross vorgestellt: E-SUV ab 28.000 Euro | nachrichten360