Am Frankfurter Flughafen haben sich vier Mitarbeitende mit Malaria infiziert, nachdem sie vermutlich von einer mit einem Flugzeug mitgereisten Anopheles-Mücke gestochen wurden.
Die Betroffenen arbeiteten unter anderem in der Gepäckabfertigung. Nach Angaben des Flughafenbetreibers wurden die Beschäftigten vermutlich von einer infizierten Anopheles-Mücke gestochen, die mit einem Flug aus einem Tropengebiet nach Deutschland gelangt war. "Vermutlich infizierten sie sich Anfang der Woche", heißt es in dem Bericht. Eine im Flieger mitgereiste Mücke soll die Tropenkrankheit übertragen haben.
Was ist Flughafen-Malaria?
Ob sich die vier Mitarbeitenden im Krankenhaus befinden, konnte der Sprecher am Donnerstagabend nicht sagen. Mediziner sprechen in solchen Fällen von sogenannter "Flughafen-Malaria". Dabei handelt es sich um eine seltene Form der Ansteckung, bei der Menschen erkranken, ohne selbst in einem Malaria-Risikogebiet gewesen zu sein.
Malaria wird durch Parasiten verursacht, die über den Stich infizierter Anopheles-Mücken übertragen werden. Auf den Menschen übertragen wird Malaria durch Anopheles-Stechmücken, wenn diese das Virus zuvor bei einem anderen Stich aufgenommen haben. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch ist nicht möglich.
