Die Gewerkschaft Verdi hat im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel in zahlreichen Bundesländern zu Warnstreiks aufgerufen, darunter Beschäftigte von Rewe, Ikea, H&M, Primark, Douglas und weiteren Unternehmen.
Die Gewerkschaft Verdi weitet ihre Warnstreiks im Einzelhandel, Groß- und Außenhandel aus. Wie Verdi mitteilte, gilt der Aufruf für Freitag und Samstag in mehreren Bundesländern. Ziel sei es, den Druck auf die Arbeitgeberseite in der laufenden Tarifrunde zu erhöhen, nachdem die Verhandlungen ohne Ergebnis geblieben seien.
Im Zentrum der Auseinandersetzung steht die Forderung der Gewerkschaft nach einer Lohnerhöhung von 7 Prozent, mindestens jedoch 225 Euro pro Monat, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Verdi fordert zudem eine tabellenwirksame Erhöhung von 250 Euro pro Monat für jede Entgeltgruppe sowie 150 Euro pro Monat für Auszubildende pro Ausbildungsjahr.
Forderungen und Angebot
Die Arbeitgeberseite hatte zuletzt 2 Prozent im ersten Schritt sowie weitere 1,5 Prozent über eine Gesamtlaufzeit von zwei Jahren angeboten. Für den Großhandel beinhaltet das Angebot nach Verdi-Angaben 1,8 Prozent im ersten Vertragsjahr sowie Nullmonate. Verdi lehnt dieses Angebot als unzureichend ab.
Verdi-Vorstandsmitglied Zimmer erklärte, die Beschäftigten würden trotz der wirtschaftlichen Situation der großen Handelsunternehmen mit Reallohnverlusten abgespeist. Die Tarifangebote blieben nach Worten von Verhandlungsführer Schäuble „effektiv weit unter der prognostizierten Inflationsrate“ und seien angesichts der Gewinne großer Konzerne „unanständig“.