USA ziehen 5000 Soldaten aus Deutschland ab
Die USA werden in den nächsten sechs bis zwölf Monaten etwa 5.000 ihrer in Deutschland stationierten Soldaten abziehen.
Die Entscheidung bedeutet einen Rückzug von rund 14 Prozent der derzeit 36.000 amerikanischen Dienstmitglieder in der Bundesrepublik. Damit wird eine frühere Drohung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump umgesetzt, der bereits während seiner Amtszeit mit Truppenverlegungen gedroht hatte.
Hintergrund der Entscheidung
Laut Pentagon-Sprecher Sean Parnell folgt der Abzug einer umfassenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Die Stationierung amerikanischer Streitkräfte in Deutschland hat eine lange Tradition und umfasst bedeutende Einrichtungen wie das Hauptquartier des US European Command und des US Africa Command, den Luftwaffenstützpunkt Ramstein sowie das Landstuhl Regional Medical Center, das größte amerikanische Krankenhaus außerhalb der USA.
Auch US-Atomraketen sind in Deutschland stationiert. Die aktuelle Entscheidung steht im Zusammenhang mit Spannungen zwischen den USA und Deutschland. Kanzler Friedrich Merz hatte zuvor erklärt, die USA würden sich von der iranischen Führung "humiliert" ("the US was being 'humiliated' by Iran's leadership"). Trump reagierte darauf mit der Ankündigung, Truppen abzuziehen.

