Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat dem National Museum of American History und seiner Dachorganisation Smithsonian Institution in einem am Wochenende bekannt gewordenen Bericht des Weißen Hauses ideologischen Aktivismus vorgeworfen.

Der Bericht wirft der Museumsleitung vor, Ausstellungen als politisches Instrument zu nutzen, um Bürger zu spalten und zu entmutigen, statt ihnen ein gemeinsames nationales Erbe zu vermitteln. "Es werde gespalten und entmutigt, so die Vorwürfe", heißt es in dem Dokument. Die Regierung stört sich demnach vor allem an einer Darstellung, die die Geschichte der Vereinigten Staaten überwiegend durch Unterdrückung, Rassismus und Ungerechtigkeit geprägt sieht.

Die Smithsonian Institution reagierte mit einer Stellungnahme auf die Vorwürfe: "Seit mehr als 180 Jahren dient das Smithsonian der amerikanischen Öffentlichkeit mit unparteiischer und unabhängiger Forschung, und wir werden diesem Anspruch auch weiterhin gerecht werden". Die Institution betonte damit ihren Anspruch auf wissenschaftliche Neutralität und Distanz zur politischen Tagesordnung.