Papst Leo XIV hat anlässlich des 250. Jahrestags der Unabhängigkeitserklärung der USA zu mehr Respekt, Zurückhaltung und einem gemeinsamen Bekenntnis zu den Gründungsidealen der Republik aufgerufen und die wachsende Polarisierung der amerikanischen Gesellschaft indirekt kritisiert.

250. Jahrestag im Schatten der Spaltung

Die Vereinigten Staaten feiern am Samstag den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien. Die Unabhängigkeitserklärung war am 4. Juli 1776 verabschiedet worden und markierte nach Darstellung von Beobachtern einen radikalen Bruch mit den Monarchien in Europa. Im Zentrum des Dokumentes steht der berühmte, von Thomas Jefferson formulierte Satz: „Alle Menschen sind gleich geschaffen. Sie haben ein Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.“ 250 Jahre später steht das Selbstverständnis der ältesten Demokratie der Erde unter erheblichem politischen Druck.