US-Regierung erstattet rund 81 Milliarden Dollar an Trump-Zöllen zurück
Washington, 21. August 2026
Daniel Torok / Wikimedia Commons / Public domain
Kurzfassung
Die US-Regierung hat zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar an Zöllen erstattet, die zuvor unter Präsident Donald Trump erhoben worden waren. Das entspricht nach aktuellem Wechselkurs etwa 65,53 Milliarden Euro. Hintergrund ist ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA.
Die US-Regierung hat zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (etwa 65,53 Milliarden Euro) an Zöllen erstattet, die zuvor unter Präsident Donald Trump erhoben worden waren.
Die Erstattungen summieren sich auf rund 81,3 Milliarden US-Dollar und entsprechen nach aktuellem Wechselkurs etwa 65,53 Milliarden Euro. Das geht aus Daten hervor, die von der WirtschaftsWoche unter Berufung auf fünf Quellen ausgewertet wurden.
Ausgezahlt wurden die Beträge zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026. Damit erreichten die Rückerstattungen bereits in den ersten Monaten nach dem Beginn der Rückzahlungen ein erhebliches Volumen.
Hintergrund: Entscheidung des Supreme Court
Hintergrund ist eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs der USA, des Supreme Court. Das Gericht hatte zuvor Teile der unter Präsident Donald Trump verhängten Zölle für rechtswidrig erklärt. In der Folge mussten bereits gezahlte Abgaben an die betroffenen Importeure zurückgegeben werden.
Insgesamt erstattete die Regierung unter Präsident Donald Trump zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar (aktuell 65,53 Milliarden Euro).
Betroffene Unternehmen und Wirtschaft
Zu den wichtigsten Betroffenen zählt der Logistikriese DHL, der in den vergangenen Jahren wiederholt auf die Belastungen durch die US-Zölle hingewiesen hatte. Auch zahlreiche andere deutsche Unternehmen hatten in Verfahren und Stellungnahmen auf die Zusatzkosten im transatlantischen Handel aufmerksam gemacht.
Die Rückerstattungen betreffen verschiedene Zollkategorien, die in der Amtszeit von Trump neu eingeführt oder ausgeweitet worden waren. Betroffene Firmen mussten Anträge stellen, damit die zu viel gezahlten Beträge zurückfließen konnten.
Aus Sicht der WirtschaftsWoche verdeutlichen die Zahlen, wie groß die finanziellen Auswirkungen der Zollpolitik der vergangenen Jahre auf Unternehmen und Verbraucher waren. Deutschland gehört zu den am stärksten betroffenen Handelspartnern der USA.
Politische Reaktionen und Ausblick
Die US-Regierung hatte die Erstattungen als verwaltungstechnische Umsetzung der Gerichtsentscheidung dargestellt. Kritiker wiesen darauf hin, dass die ursprünglich erhobenen Zölle dennoch über Monate hinweg in Kraft geblieben waren und erst nach dem Urteil rückwirkend korrigiert wurden.
Offen ist, wie viele weitere Anträge noch bearbeitet werden und welche Summen in den kommenden Monaten hinzukommen. Beobachter rechnen damit, dass die Rückzahlungen noch über das Ende des Berichtszeitraums hinaus andauern werden.
Auch die politische Debatte über die künftige US-Handelspolitik hält an. Während Befürworter die Erstattungen als Beleg für die Funktionsfähigkeit des Rechtsstaats werten, sehen Kritiker darin ein Zeichen für die Belastungen, die die Trump-Zölle der Wirtschaft zugefügt haben.
Für deutsche Unternehmen wie DHL bedeutet die Rückzahlung eine spürbare finanzielle Entlastung, allerdings bleiben Unsicherheiten über die künftige Ausrichtung der US-Zollpolitik bestehen.
Fragen & Antworten
Wie viel Geld hat die US-Regierung an Trump-Zöllen zurückgezahlt?
Die US-Regierung hat zwischen Oktober 2025 und Ende Juni 2026 rund 81,3 Milliarden US-Dollar erstattet, was nach aktuellem Wechselkurs etwa 65,53 Milliarden Euro entspricht.
Warum wurden die Zölle zurückerstattet?
Der Oberste Gerichtshof der USA hatte Teile der unter Präsident Donald Trump erhobenen Zölle für rechtswidrig erklärt, woraufhin die zu viel gezahlten Beträge an die Importeure zurückgegeben werden mussten.
Welche Unternehmen sind besonders betroffen?
Zu den wichtigsten Betroffenen zählt der Logistikriese DHL, daneben sind zahlreiche weitere deutsche Unternehmen von den US-Zöllen betroffen.
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