Am Chemiestandort Leuna hat der finnische Konzern UPM eine neue Bioraffinerie in Betrieb genommen, die künftig Chemikalien aus Holz herstellen soll. Nach Unternehmensangaben wurden rund 1,3 Milliarden Euro in das Projekt investiert, das auch mit knapp 20 Millionen Euro Fördermitteln des Landes Sachsen-Anhalt unterstützt wurde.
Großinvestition und Produktionsziele
Die Anlage soll jährlich rund 220.000 Tonnen Biochemikalien aus Hartholz produzieren. Erste kommerzielle Holzchemikalien werden laut UPM bereits seit Ende 2025 hergestellt. Die Bioraffinerie setzt dabei auf die Verarbeitung von Holz zu industriell nutzbaren Chemikalien, die unter anderem in Fastfood-Verpackungen zum Einsatz kommen könnten.
Der Holzbedarf der Anlage ist enorm: Sie benötigt künftig 500.000 Kubikmeter Holz pro Jahr. UPM betont, dass die Rohstoffe nachhaltig beschafft werden sollen, doch Umweltverbände zeigen sich skeptisch.

