Studie 12-Uhr-Regel steigert Ölindustrie-Profit

Die Einführung der 12-Uhr-Regel hat in den ersten zwei Wochen zu einer durchschnittlichen Gewinnsteigerung von 6 Cent pro Liter bei Superbenzin geführt, wie eine neue Studie zeigt.

Gewinnsteigerung bei Superbenzin

Die Untersuchung belegt, dass die Margen für Superbenzin unmittelbar nach der Einführung der Regel deutlich stiegen. Innerhalb der ersten zwei Wochen lag die Steigerung im Schnitt bei 6 Cent pro Liter. Die Daten wurden von zwei unabhängigen Quellen bestätigt und weisen eine hohe Zuverlässigkeit auf.

Bei Dieselkraftstoff hingegen waren die Auswirkungen weniger eindeutig. Jacob Schildknecht vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erklärte, die Margen für Diesel hätten während des Beobachtungszeitraums stark geschwankt. „Es ist schwierig, hier eine klare Steigerung zu quantifizieren“, so Schildknecht.

Marktstruktur entscheidend für Reformwirkung

Justus Haucap, Direktor des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie (DICE), betonte, dass die Reform nicht einheitlich wirke. „Dieser Unterschied zeigt, dass die Reform nicht einheitlich wirkt, sondern stark von Marktstruktur und Wettbewerbsintensität abhängt“, sagte Haucap. Seine Aussage unterstreicht, dass die Auswirkungen der 12-Uhr-Regel je nach regionalen Marktbedingungen variieren.

Die Studie liefert damit wichtige Erkenntnisse für die weitere Debatte über die Regulierung der Kraftstoffpreise. Während Superbenzin klar von der Neuregelung profitierte, bleibt die Situation bei Diesel aufgrund der volatilen Margen weniger klar. Experten fordern nun eine vertiefte Analyse, um langfristige Trends zu identifizieren.