Die österreichische Spritpreisbremse, die am 1. April eingeführt wurde, um Diesel und Benzin um etwa 10 Cent pro Liter zu verbilligen, zeigt bereits nach kurzer Zeit kaum noch Wirkung. Die Maßnahme sieht eine Senkung der Mineralölsteuer um 5 Cent sowie eine Begrenzung der Gewinnmargen von Mineralölkonzernen bei steigenden Preisen vor. Dennoch stiegen die Dieselpreise an vier Tankstellen im Burgenland zwischen Mittwoch und Freitag im Schnitt um 8 Cent. An einer Tankstelle in Neusiedl am See kostete der Liter Diesel am Freitagnachmittag bereits 2,289 Euro – die staatliche Entlastung schrumpfte damit auf 50 Cent für eine 50-Liter-Befüllung. Christian Frasz vom ARBÖ-Verkehrsclub im Burgenland führt die Preisschwankungen auf die Abhängigkeit vom globalen Markt zurück: *"Wenn Trump sagt, dass der Krieg im Iran bald zu Ende ist, sinken die Preise auf den Märkten in Rotterdam, an die wir gebunden sind."* Seit die Straße von Hormus in den Fokus gerückt ist, ist eine 50-Liter-Dieselbetankung in Österreich um rund 35 Euro teurer geworden. Die kurzlebige Entlastung durch die Spritpreisbremse verdeutlicht die anhaltende Volatilität der Kraftstoffpreise.
Österreich: Spritentlastung nach einem Tag wieder weg

Kurzfassung
Österreich: Spritentlastung nach einem Tag wieder weg