Der Betrieb von Fahrzeugen mit Biokraftstoffen ist in der EU durchschnittlich 79 Prozent teurer als mit Strom, wie eine aktuelle Studie zeigt.
Hintergrund
Die Debatte um alternative Kraftstoffe im Verkehrssektor gewinnt angesichts der Klimaziele der EU zunehmend an Bedeutung. Während Elektrofahrzeuge als zentrale Lösung gelten, setzen einige Branchen wie die Luftfahrt weiter auf Biokraftstoffe wie hydriertes Pflanzenöl (HVO).
Laut den Studienergebnissen kostet das Fahren mit reinem HVO etwa 13 Euro pro 100 Kilometer. Im Vergleich dazu belaufen sich die Kosten für das Laden eines Elektroautos auf rund 7 Euro pro 100 Kilometer. Die Autoren der Studie betonen, dass diese Preisunterschiede die Wettbewerbsfähigkeit von Biokraftstoffen im Pkw-Bereich erheblich einschränken.
Empfehlungen der Studie
Die Autoren der Studie raten den Behörden dringend, die Elektrifizierung der Automobilindustrie gegenüber alternativen Kraftstoffen für Pkw zu priorisieren. "Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Strom ist nicht nur günstiger, sondern auch effizienter", heißt es in der Studie.
HVO wird zwar als sogenannter "Drop-in"-Kraftstoff eingestuft, der in bestehenden Verbrennungsmotoren verwendet werden kann. Dennoch warnen die Forscher vor einer steigenden Nachfrage in anderen Sektoren wie der Luftfahrt, die bereits ähnliche Kraftstoffe zur Erreichung ihrer Klimaziele nutzen. Dies könne zu Engpässen in der Versorgung führen.

