EU-Kommission erhöht Strompreis-Hilfen für Industrie

Die Europäische Kommission hat die Obergrenze für staatliche Beihilfen zur Senkung der Strompreise für energieintensive Unternehmen von bisher 50 auf 70 Prozent angehoben.

Erweiterter Beihilferahmen bis Ende 2026

Die neue Regelung gilt bis zum 31. Dezember 2026 und soll den EU-Mitgliedstaaten ermöglichen, Unternehmen mit hohem Energieverbrauch stärker zu unterstützen. Bislang lag die Deckelung bei 50 Prozent der Stromkosten. Die Anhebung auf 70 Prozent soll vor allem Branchen wie der Stahl-, Chemie- oder Aluminiumindustrie zugutekommen, die im internationalen Wettbewerb unter den gestiegenen Energiekosten leiden.

EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera betonte, dass der Übergang zu einer sauberen Wirtschaft zwar notwendig sei, aber kurzfristige Maßnahmen erforderlich seien, um die aktuellen Preissteigerungen abzufedern. „The transition to a clean economy is still necessary, but immediate action is required to address the current energy price increases“, sagte Ribera in Brüssel.

Deutschland nutzt neuen Spielraum

Die Bundesregierung plant, die deutsche Industrie mit einem subventionierten Strompreis zu unterstützen. Die EU-Kommission hat dafür ein Budget von 3,8 Milliarden Euro genehmigt. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit energieintensiver Betriebe zu sichern, die durch die hohen Energiekosten unter Druck geraten sind.