Industrie-Allianz drängt auf Wasserstoff-Kurskorrektur

Die neu gegründete European Resilience Alliance (ERA) fordert eine grundlegende Anpassung der europäischen Wasserstoffstrategie, um die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft zu beschleunigen.

Forderungen nach Planungssicherheit und vereinfachten Regeln

Die Allianz, zu der Unternehmen wie Thyssenkrupp und Arcelor-Mittal gehören, setzt sich für mehr Planungssicherheit, einfachere Regularien und die Schaffung von Nachfrage nach Wasserstoff ein. Konkrete politische Empfehlungen wurden in drei Punkten vorgelegt, um den Markthochlauf zu unterstützen.

Miguel Lopez, CEO von Thyssenkrupp und führendes Mitglied der ERA, betonte die Notwendigkeit einer diversifizierten Energiepolitik: *„Im Energiebereich bedeutet Resilienz, nicht alles auf eine Karte zu setzen“*. Die Allianz sieht aktuell zu viele Hindernisse, die den Übergang zu einer klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft verzögern.

Wirtschaftliche Herausforderungen und politische Empfehlungen

Ein zentrales Problem ist die Preisdiskrepanz zwischen klimaneutralem und fossil erzeugtem Wasserstoff. Während fossiler Wasserstoff derzeit etwa drei Euro pro Kilogramm kostet, liegt der Preis für klimaneutralen Wasserstoff zwischen sechs und elf Euro. Diese Differenz erschwert die Wettbewerbsfähigkeit und erfordert nach Ansicht der ERA gezielte politische Maßnahmen.