Die EU-Kommission hat die Mitgliedstaaten zu einer engeren Abstimmung aufgerufen, um eine mögliche Kerosinknappheit zu vermeiden und die Energieversorgung zu stabilisieren.
Hintergrund der Energiekrise
Seit Beginn der Eskalation im Nahen Osten hat die EU zusätzliche 24 Milliarden Euro für Energieimporte ausgegeben. Die gestiegenen Preise und die unsichere Versorgungslage haben die Notwendigkeit einer koordinierten europäischen Antwort verdeutlicht. Die Kommission betont, dass nationale Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit von Kerosin und Diesel, einschließlich der Raffineriekapazitäten, eng abgestimmt werden müssen.
Ein zentraler Vorschlag ist die Einrichtung einer neuen Behörde zur Überwachung der Kraftstoffversorgung. Diese soll Produktion, Importe, Exporte und Lagerbestände in der EU erfassen. Zudem appelliert Brüssel an die Mitgliedstaaten, die Auffüllung der unterirdischen Gasspeicher, die Freigabe von Ölreserven und die flexible Anwendung von Befüllungsvorschriften zu koordinieren.
Reaktionen und Aussagen
Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas erklärte, es gebe derzeit keine Anzeichen für tatsächliche Engpässe, obwohl die Kraftstoffvorräte für kommerzielle Flugzeuge in Teilen Europas unter Druck stünden. Er betonte: *"Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas hatte am Dienstag betont, es gebe keinen Hinweis auf großflächige Flugstornierungen in den nächsten Monaten."*

