Berlin, 24 August 2026
Unionsfraktionschef Frei hat Forderungen der AfD zurückgewiesen, die Briefwahl in Deutschland abzuschaffen, und das bestehende System der Stimmabgabe per Post verteidigt.
Die Debatte war durch Äußerungen von Tino Chrupalla, dem Bundesvorsitzenden der AfD, neu entfacht worden. Chrupalla hatte unter Verweis auf eine Reihe bekannt gewordener Vorfälle verlangt, die Briefwahl als Mittel der Stimmabgabe ersatzlos zu streichen. Die Union wies diesen Vorstoß entschieden zurück.
Frei erklärte in Berlin, die Briefwahl sei ein bewährter Bestandteil der demokratischen Wahlinfrastruktur in Deutschland. Sie ermögliche eine hohe Wahlbeteiligung, gerade bei älteren Wählerinnen und Wählern, bei Menschen mit Mobilitätseinschränkungen sowie bei Pflegeheimbewohnern, die andernfalls nur unter großem Aufwand an die Wahlurnen gelangen könnten. Ein vollständiger Wegfall der Briefwahl würde diese Gruppen faktisch von der Stimmabgabe ausschließen.
