Budapest, 16 Juni 2026

Das ungarische Parlament hat mit 135 Stimmen einer Verfassungsänderung zugestimmt, die die Amtszeit des Ministerpräsidenten auf acht Jahre begrenzt und den im April abgewählten Viktor Orbán von einer Rückkehr in das Amt ausschließt.

Die Abgeordneten in Budapest verabschiedeten am 15. Juni 2026 einen entsprechenden Verfassungszusatz, wie der Deutschlandfunk berichtete. Die Regelung begrenzt die Amtszeit eines Ministerpräsidenten auf insgesamt acht Jahre. Damit wird eine zentrale Wahlkampfzusage des neuen Regierungschefs Peter Magyar umgesetzt, der erst kürzlich zum Ministerpräsidenten gewählt worden war.

Die Verfassungsänderung richtet sich unmittelbar gegen Viktor Orbán. Der Politiker war im April als Ministerpräsident abgewählt worden, nachdem er zuvor insgesamt zwanzig Jahre an der Spitze der ungarischen Regierung gestanden hatte. Mit der neuen Amtszeitbegrenzung ist ihm der Weg zurück in das höchste Regierungsamt verwehrt.