In den vergangenen zwei Monaten haben mehr als 160.000 Ausländerinnen und Ausländer Südafrika verlassen, wie heute aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage der Angaben ausländischer Regierungen hervorging.

Die meisten Geflüchteten stammten den Angaben zufolge aus Simbabwe und Malawi. Auch Staatsangehörige aus Ghana, Kenia, Lesotho, Mosambik, Nigeria und Uganda verließen demnach in großer Zahl Südafrika. Hintergrund ist eine Welle ausländerfeindlicher Proteste, die im Juni landesweit zugenommen hatte und bei der mindestens vier Menschen getötet wurden.

Auslöser und Forderungen der Demonstranten

Die Demonstranten forderten die Ausweisung von irregulären Migranten bis zum 30. Juni. Begonnen hatten die Proteste bereits im vergangenen Jahr, und ihre Organisatoren wollen bis zu den Regionalwahlen im November weitermachen. Damit bleibt das Land auch mittelfristig ein unruhiges Umfeld für zugewanderte Bevölkerungsgruppen.