Am 30. Juni 2026 sind in mehreren südafrikanischen Großstädten Tausende Menschen dem Aufruf der Bürgerbewegung „March and March“ gefolgt und haben gegen Migranten ohne Aufenthaltspapiere demonstriert; am Rande der Märsche kam es erneut zu Plünderungen und gewalttätigen Übergriffen.

Die Proteste markierten den selbst gesetzten Stichtag der Bewegung: Bis zum 30. Juni sollte nach ihrer Forderung jeder ausländische Staatsbürger ohne gültige Papiere das Land verlassen haben. „Polizeiangaben zufolge stürmten und plünderten Demonstranten mehrere von Migranten geführte Häuser und Geschäfte in Vororten der Metropole Johannesburg“, hieß es aus Polizeikreisen. In Durban zogen Demonstranten in traditioneller Zulu-Kriegstracht auf, mit Speeren, Peitschen und teilweise in Leopardenfelle gehüllt. Auch Vertreter der MK-Partei des früheren Präsidenten Jacob Zuma sowie religiöse Gruppen beteiligten sich nach Angaben des staatlichen Senders SABC.