Aus Furcht vor fremdenfeindlicher Gewalt in Südafrika sind in den vergangenen Wochen mehr als 38.000 Malawier in ihre Heimat zurückgeholt worden, wobei auf der Heimreise sechs bereits zuvor erkrankte Menschen starben.
Die malawische Katastrophenschutzbehörde teilte am Freitag mit, dass seit dem 7. Juli landesweit mehr als 38.000 Bürgerinnen und Bürger aus Südafrika in Bussen in ihre Heimat zurückgebracht worden seien. Der Einsatz laufe auf Hochtouren, da viele Migranten nach mehreren Vorfällen mit fremdenfeindlichem Hintergrund um ihre Sicherheit fürchteten. Die Behörde sprach von einer der größten Rückführungsaktionen, die Malawi in den vergangenen Jahren organisiert habe.
Den Angaben zufolge starben sechs bereits vor der Reise erkrankte Menschen an den Strapazen des Transports. Insgesamt seien im Juli mehr als 570 Busse eingesetzt worden, um die Rückkehrer aus Südafrika über die Grenze nach Malawi zu bringen. Auf der oft mehrere Tage dauernden Überlandfahrt hätten viele Reisende unter gesundheitlichen Problemen gelitten, verschärft durch die im südafrikanischen Winter teils kalten Temperaturen.
