Die Türkei hat bei der Ukraine formell protestiert, nachdem ukrainische Angriffe Schiffe im Schwarzen Meer getroffen hatten, und die Sicherheit der Schifffahrt sowie der Umwelt eingefordert.
Das türkische Außenministerium hat bei der ukrainischen Regierung in Kiew wegen jüngster Vorfälle im Schwarzen Meer offiziellen Protest eingelegt. Hintergrund sind ukrainische Angriffe, bei denen Schiffe betroffen waren, die in der Region operieren. Die Türkei, die eine Schlüsselposition am Bosporus und an den Meerengen einnimmt, sieht sich durch solche Vorfälle in ihrer Rolle als Schutzmacht der Schifffahrt in Frage gestellt.
Das Ministerium in Ankara erklärte, man erwarte von allen Konfliktparteien im Schwarzen Meer, dass zivile und handelsbezogene Routen respektiert würden. In der Mitteilung betont die Behörde zudem, dass die Sicherheit des Personen- und Güterverkehrs sowie der Schifffahrt und der Umwelt gewährleistet sein müsse. Diese Formulierung greift ein Kernelement der türkischen Schwarzmeer-Politik auf, das seit dem russischen Angriff auf die Ukraine wiederholt formuliert wurde.
