Ken Paxton, der von Donald Trump als „echter MAGA-Krieger“ gepriesene Generalstaatsanwalt von Texas, hat die republikanische Vorwahl für den US-Senat gegen den gemäßigteren Amtsinhaber John Cornyn gewonnen.
Mit rund zwei Dritteln der Stimmen setzte sich der 63-jährige Paxton in der Stichwahl durch, nachdem Trump ihn im letzten Moment offiziell unterstützt hatte. Der Wahlkampf war mit über 120 Millionen Dollar der teuerste Vorwahlkampf der US-Geschichte, wobei der Großteil des Geldes in Fernsehwerbung floss.
Paxtons Sieg ist Teil einer breiteren Vergeltungskampagne des ehemaligen Präsidenten, der parteiinterne Kritiker systematisch aus dem Amt drängen will. Auch die Abgeordneten Thomas Massie aus Kentucky und Bill Cassidy aus Louisiana verloren ihre Vorwahlen, nachdem Trump sie als illoyal bezeichnet hatte.
Trumps Rachefeldzug gegen parteiinterne Kritiker
Doch der Triumph des Trump-Lagers birgt erhebliche Risiken. Viele Republikaner befürchten, dass Paxtons zahlreiche Skandale im Herbst Wähler abschrecken und den Demokraten den ersten Senatssitz in Texas seit mehr als sechzig Jahren bescheren könnten.
Die Demokraten haben mit James Talarico einen Kandidaten aufgestellt und sehen eine echte Chance, den Sitz zu erobern. Sollten sie bei den Midterms im November drei Senatssitze dazugewinnen, würden sie die Mehrheit in der Kongresskammer übernehmen. Ein Sieg im Repräsentantenhaus gilt bereits als sehr wahrscheinlich.
