Der umstrittene Bau eines Ballsaals im Weißen Haus, für den der historische Ostflügel abgerissen wurde, kann vorerst fortgesetzt werden. Dies entschied ein US-Gericht trotz einer Klage führender Denkmalschutzorganisationen.
Historischer Ostflügel abgerissen
US-Präsident Donald Trump ließ den historischen Ostflügel des Weißen Hauses abreißen, um Platz für den neuen Ballsaal zu schaffen. Der Flügel galt als architektonisch bedeutend und war Teil des ursprünglichen Gebäudekomplexes. Die Entscheidung für den Abriss hatte bereits im Vorfeld für Kritik gesorgt, insbesondere bei Denkmalschützern und Historikern.
Die US-Regierung verteidigte das Projekt als notwendige Modernisierung. Ein Sprecher des Justizministeriums erklärte laut US-Medien, der neue Ballsaal sei „ein Symbol für die Zukunft der Nation“. Kritiker hingegen sehen darin einen Verlust kulturellen Erbes.
Klage von Denkmalschützern abgewiesen
Eine führende amerikanische Denkmalschutzorganisation hatte gegen das Bauvorhaben geklagt. Sie argumentierte, der Abriss des Ostflügels verletze geltende Gesetze zum Schutz historischer Gebäude. Die Klage wurde nun von einer Vorinstanz abgewiesen, wodurch die Bauarbeiten vorerst fortgesetzt werden können.
Die Organisation kündigte an, das Urteil zu prüfen und möglicherweise in Berufung zu gehen. „Wir werden nicht zulassen, dass Geschichte einfach entsorgt wird“, hieß es in einer Stellungnahme. Die genauen rechtlichen Schritte sind jedoch noch unklar.

