Eine junge Hirschziegenantilope wurde im Tiergarten Schönbrunn tot aufgefunden, nachdem sie mutmaßlich erschossen worden war. Das Tier wurde am Montag von einem Tierpfleger entdeckt. Eine anschließende veterinärmedizinische Obduktion ergab den Verdacht auf eine Schusswunde. Das Landeskriminalamt Wien hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft den Vorfall als möglichen Fall von Tierquälerei.
Der Tiergarten Schönbrunn hat als Reaktion auf den Vorfall seine Sicherheitsmaßnahmen verstärkt. Neben zusätzlichen nächtlichen Kontrollen wurden externe Sicherheitskräfte engagiert. „Die Sicherheit von Mensch und Tier ist unser höchstes Gut, dahingehend tun wir alles, um die höchste Sicherheit zu gewährleisten“, sagte Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck.
Die genauen Umstände des Vorfalls sind noch unklar. Das Landeskriminalamt Wien, insbesondere der Ermittlungsbereich Umweltdelikte, untersucht derzeit mögliche Spuren und wertet unter anderem Videomaterial aus. Der Tiergarten Schönbrunn ist einer der ältesten Zoos der Welt und beherbergt zahlreiche bedrohte Tierarten. Sicherheitsvorfälle dieser Art sind äußerst selten.

