Seit Oktober sind mindestens 135 Menschen durch Lawinenabgänge in den europäischen Alpen und anderen Gebirgsregionen ums Leben gekommen – der höchste Stand seit Jahren.
Hintergrund
Die europäischen Alpen erleben in dieser Wintersaison eine außergewöhnlich hohe Zahl von Lawinenopfern. Nach Angaben des European Avalanche Warning Service (EAWS) und der APA handelt es sich um die schwerste Bilanz seit mehreren Jahren. Die meisten Todesfälle konzentrieren sich auf Regionen wie Südtirol, das Ortler-Gebirge, Österreich, Bayern und Frankreich.
Experten führen die hohe Opferzahl auf eine Kombination aus extremen Wetterbedingungen und erhöhter touristischer Aktivität zurück. Die Lawinengefahr wurde in vielen Gebieten wiederholt als „erheblich“ bis „kritisch“ eingestuft. Dennoch kam es zu zahlreichen Unfällen, oft abseits der gesicherten Pisten.
Regionale Schwerpunkte
Italien, insbesondere Südtirol, verzeichnete eine besonders hohe Zahl von Lawinentoten. Das Ortler-Gebirge war Schauplatz mehrerer tragischer Zwischenfälle. In Österreich und Bayern wurden ebenfalls zahlreiche Opfer gemeldet. Frankreich, ein weiteres beliebtes Wintersportziel, meldete ebenfalls eine erhöhte Zahl von Lawinenunfällen.
Die österreichische APA berichtete, dass allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 deutlich mehr Lawinentote zu beklagen waren als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Die genauen Zahlen variieren je nach Region, doch die Tendenz ist eindeutig: Dieser Winter ist einer der tödlichsten der letzten Dekade.

