Das spanische Innenministerium bestätigte am Freitag, dass die Todeszahl unter Migranten an der spanisch-marokkanischen Grenze in Ceuta auf 67 gestiegen ist, und fügte hinzu, dass die meisten derjenigen, die in das spanische nordafrikanische Hoheitsgebiet gelangt waren, nun nach Marokko zurückgekehrt seien.
Die von The Associated Press berichtete Erklärung liefert eine der deutlichsten offiziellen Bilanzen seit Beginn der jüngsten Welle von Grenzübertritten. Das spanische Innenministerium erklärte, die Mehrheit der Migranten, die das spanische Hoheitsgebiet in Nordafrika betreten hätten, sei bereits nach Marokko zurückgekehrt, was darauf hindeutet, dass der Zustrom, der die Grenzressourcen zunächst überfordert hatte, in seinem Umfang inzwischen wieder abgeebbt ist.
Ceuta, eine spanische autonome Stadt an der Nordküste Afrikas, ist seit langem einer der Brennpunkte der Migrationsrouten zwischen dem afrikanischen Kontinent und der Europäischen Union. Die Grenze zu Marokko ist durch einen hohen Grenzzaun definiert, doch Land- und Seeübertritte gibt es seit Jahren immer wieder – oft mit verheerenden Folgen für diejenigen, die die Reise wagen.
