Tausende Menschen zwangen sich am Mittwoch den Weg über die Grenze von Marokko in die spanische nordafrikanische Enklave Ceuta und bahnten sich gewaltsam Zutritt, was die Lokalregierung dazu veranlasste, zusätzliche Polizei- und Militärverstärkung anzufordern.

Hintergrund

Der Massengrenzübertritt überforderte die Aufnahmeinfrastruktur der Enklave und entfachte die seit Langem schwelenden Streitigkeiten zwischen Madrid und Rabat über das Grenzmanagement neu. Lokale Beamte sagten, die Aufnahmezentren für Migranten seien bereits vor dem Eintreffen der Neuankömmlinge völlig ausgelastet gewesen, Hunderte Menschen hätten auf den Straßen Ceutas geschlafen.

Der Regierungschef von Ceuta, Juan Jesús Vivas, sagte, die zusätzlichen Polizisten und Soldaten seien notwendig, "to guarantee the inviolability of the frontier and citizen safety." Er hatte am Mittwoch gewarnt, die Aufnahmezentren der Enklave für Migranten seien überlastet, Hunderte Menschen schliefen auf den Straßen.