Hartberg, 08 August 2026

Sturm Graz hat am Samstag das Steirer-Derby in der Profertil Arena bei Hartberg mit 2:1 (1:1) gewonnen und damit drei Punkte aus dem Auswärtsspiel mitgenommen.

Bereits vor dem Anpfiff stand fest, dass die Partie in der Profertil Arena für beide Lager eine besondere Bedeutung haben würde. Sturm Graz reiste als Favorit in das Steirer-Derby, während Hartberg als Außenseiter auf einen Überraschungscoup hoffte. Die Ausgangslage versprach ein intensives Duell zweier steirischer Rivalen.

In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams ab, ehe die Partie zunehmend an Fahrt aufnahm. Sturm Graz agierte aus einer kompakten Defensive heraus und versuchte, über schnelle Balleroberungen in die Offensive zu kommen. Die Hartberger standen zunächst sicher in der eigenen Hälfte, wurden mit zunehmender Spieldauer aber stärker unter Druck gesetzt.

In der Startaufstellung der Grazer standen Chudjakow, Heil, Vallci, Mitchell, Balbo, Weinhandl, Gorenc Stankovic, Jatta, Hödl, Mamageishvili und Wlodarczyk. Trainer Schopp verfügte damit über eine eingespielte Formation, die in der Vorbereitung bereits auf ein intensives Pressing hin eingestellt worden war. Hödl und Mamageishvili waren im zentralen Mittelfeld gesetzt und sollten das Spiel der Grazer strukturieren.

Aufstellungen und taktische Ausrichtung

Der Führungstreffer für Sturm Graz fiel nach einer Balleroberung im Mittelfeld, die über die Außenbahn in die Spitze getragen wurde. Wlodarczyk vollendete die Kombination und brachte die Grazer mit 1:0 in Führung. Hartberg antwortete jedoch prompt und glich durch einen Konter, der über die linke Seite lief, noch vor der Pause zum 1:1 aus.

Nach dem Seitenwechsel übernahm Sturm Graz wieder die Kontrolle und drängte auf die erneute Führung. In dieser Phase sah ein Hartberger Spieler nach einer Notbremse die Rote Karte, sodass die Gastgeber in Unterzahl weiterspielen mussten. Aus der numerischen Überzahl entwickelten die Grazer ein klares Chancenplus.

Rote Karte und entscheidende Phase

In Überzahl erhöhte Sturm Graz den Druck und kam durch einen platzierten Distanzschuss von Hödl zum 2:1. Hartberg versuchte in der Schlussphase, mit langen Bällen noch einmal den Ausgleich zu erzwingen, doch die Grazer Defensive um Kapitän Mitchell und Schlussmann Chudjakow hielt dem Ansturm stand. Die Schlussminuten verliefen turbulent, weitere Treffer fielen jedoch nicht mehr.

Mit dem Sieg im Derby baut Sturm Graz seine Position in der Tabelle weiter aus und bleibt im Rennen um die Spitzenplätze. Für Hartberg bedeutet die Niederlage trotz kämpferischer Leistung einen Rückschlag im Kampf um die obere Tabellenhälfte. Beide Teams treffen in den kommenden Wochen auf nationale und internationale Aufgaben.

Bedeutung für die Tabelle

In der Analyse des Spiels wurde besonders die Effizienz der Grazer in Überzahl hervorgehoben. Während Hartberg über weite Strecken gut dagegenhielt, nutzte Sturm die numerische Überlegenheit konsequent aus. Trainer Schopp zeigte sich nach dem Abpfiff zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und betonte die Bedeutung des Derbysiegs für die weitere Saison.

Am Rande des Spiels wurde über weitere Personalien diskutiert. Während die Grazer mit ihrem breiten Kader planen können, halten bei anderen Klubs wie BW Linz oder Austria Lustenau die Kaderplanungen für die kommende Saison an. Nelson Weiper und Simon Seidl werden in diesem Zusammenhang als relevante Namen gehandelt.

Das nächste Spiel für Sturm Graz steht nun in der kommenden Woche auf dem Programm, während Hartberg auswärts antreten muss. Bereits am Dienstag geht der Liga-Alltag weiter, ehe am Wochenende die nächste Runde ansteht. Die Grazer können mit breiter Brust in die kommenden Aufgaben gehen.

Aus Hartberger Sicht bleibt nach dem Derby trotz der Niederlage Positives festzuhalten. Über weite Strecken hielt der Aufsteiger gegen den Favorit mit und lag bis zum Platzverweis auf Augenhöhe. In Überzahl fehlten den Hausherren die Räume, um den Angriff der Grazer entscheidend zu stören.