Eine am Montag in Bad Goisern präsentierte Studie der Universität Wien belegt eine signifikante Verschlechterung des Zustands der österreichischen Moore im Vergleich zu den späten 1980er Jahren.

Die Untersuchung verglich die Biodiversität in rund 200 Mooren mit der Situation vor 35 Jahren, als der Vegetationsökologe Gert Michael Steiner von der Universität Wien die Gebiete für den Österreichischen Moorschutzkatalog erstmals erfasste. Das Folgeprojekt wurde vom Biodiversitätsfonds 2021 des Landwirtschaftsministeriums und der EU finanziert.

Die Ergebnisse zeigen, dass die Moore im Durchschnitt trockener, schattiger und nährstoffreicher geworden sind. Moor-typische Pflanzen werden zunehmend verdrängt, während Gehölze wie Latschen und Birken sowie nicht moor-typische Arten wie das Pfeifengras auf dem Vormarsch sind.