Wien, 09 Juni 2026

Eine am Dienstag in Wien vorgestellte Zwischenstudie dokumentiert sinkende Grundwasserstände und eine steigende Verdunstung in Österreich und sieht darin eine klimawandelbedingte Trendänderung im heimischen Wasserhaushalt.

Die Analyse wurde von der TU Wien, Geosphere Austria, der Universität Graz und der BOKU Wien im Auftrag des Landwirtschaftsministeriums erstellt. Die Leitung liegt bei dem Hydroklimatologen Klaus Haslinger von Geosphere Austria und dem Hydrologen Günter Blöschl von der TU Wien. Der Endbericht soll im November vorliegen.

Laut Studie ist die durchschnittliche Temperatur in Österreich im Vergleich zum Jahr 1900 mittlerweile um 3,1 Grad höher. Im Zeitraum von 1980 bis 2010 stieg die Verdunstung im Zuge der höheren Durchschnittstemperaturen um rund 17 Prozent. Am Ende dieses Zeitraums verdunsteten etwa 80 Liter Wasser pro Quadratmeter und Jahr mehr als noch rund 45 Jahre zuvor. Seit 2010 bewegt sich die Verdunstung auf hohem Niveau und steigt leicht weiter, wobei sich der zusätzliche Anstieg von 2010 bis zum Vorjahr auf etwa 3 bis 5 Prozent verringert hat.