Bern, 16 Juli 2026

Eine in "Science Advances" veröffentlichte Studie zeigt, dass das sogenannte Jahrhunderthochwasser im Alpenraum infolge intensiverer Starkniederschläge künftig deutlich häufiger auftreten wird und Behörden ihre Gefahrenkarten regelmäßig nach oben korrigieren müssen.

Grundlage der Untersuchung sind stündliche Messreihen von 384 Flüssen in der Schweiz und Österreich. Der Hydrologe Paul Astagneau vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF simulierte damit den Abfluss bis zum Ende des Jahrhunderts. Die Ergebnisse stehen im Widerspruch zu bisherigen Prognosen, die von stabilen oder sogar abnehmenden Hochwassern in den Bergen ausgingen.

Diese älteren Modelle stützten sich auf tägliche Mittelwerte. Wie die Forschenden feststellten, werden damit kurze, heftige Niederschläge nur unzureichend abgebildet. "So große Unterschiede zu den täglichen Daten haben wir nicht erwartet", sagte Astagneau. "Extreme Ereignisse verändern sich stärker als moderate Hochwasser."