Der Streik des Kabinenpersonals der Lufthansa hat den Flugbetrieb der Airline am dritten Tag in Folge massiv beeinträchtigt. Hunderte Flüge wurden am Mittwoch gestrichen, darunter fast alle Inlandsflüge vom Frankfurter Flughafen sowie zahlreiche internationale Verbindungen.

Streikaktionen und Auswirkungen

Die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) hat zu einem Arbeitskampf an den beiden deutschen Drehkreuzen der Lufthansa aufgerufen, der bis Donnerstagabend um 23:59 Uhr andauern soll. Allein am Flughafen München wurden 380 Flüge gestrichen, die meisten davon von der Lufthansa.

Bereits am Montag und Dienstag hatten die Piloten der Airline gestreikt. Ihre Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat weitere Streiks für Donnerstag und Freitag angekündigt. Grund für den Ausstand des Kabinenpersonals ist die aus Sicht der Gewerkschaft unzureichende Reaktion der Arbeitgeberseite in den Tarifverhandlungen.

Reaktionen aus Politik und Wirtschaft

Der Arbeitgeberverband BDA kritisierte die Gewerkschaften scharf und forderte staatliche Intervention. BDA-Geschäftsführer Steffen Kampeter erklärte: *"Die Arbeitskämpfe bei der Deutschen Lufthansa belegen erneut: Eine gesetzliche Regulierung des Arbeitskampfs ist nötiger denn je."*

Kampeter bezeichnete den Streik als missbräuchlich und unverhältnismäßig, da er unbeteiligte Dritte wie Fluggäste in Geiselhaft nehme und in Zeiten geopolitischer Krisen ganze Lieferketten beeinträchtige.