Stars würdigen Dolly Partons unverwechselbaren Stil mit großen Absätzen und hohen Plateaus
Nashville, 26 August 2026
Curtis Hilbun / Wikimedia Commons / CC BY 3.0
Kurzfassung
Nach dem Tod von Dolly Parton haben zahlreiche internationale Stars in den sozialen Medien ihren ganz eigenen Look gewürdigt. Die Country-Ikone hatte ihren markanten Stil zuletzt selbst beschrieben – als bewusst überzogen und künstlich.
Nashville, 26 August 2026
Nach dem Tod von Dolly Parton haben internationale Prominente wie Drew Barrymore, Courtney Love, Goldie Hawn, Jimmy Fallon, Sharon Osbourne, Gwen Stefani, Billy Ray Cyrus, Celine Dion, Jamie Lee Curtis, Eminem, Barbra Streisand, Paris Hilton und Kenny Rogers den Stil der Country-Ikone in den sozialen Medien gewürdigt.
In den Stunden nach der Bekanntgabe ihres Todes häuften sich in den sozialen Netzwerken Beiträge, die den Look von Dolly Parton in Szene setzten. Fans und Kollegen posteten Fotos in überdimensionierten Perücken, hohen Plateauschuhen und auffälligem Make-up. Unter den Abschiedsbekundungen finden sich nach Angaben von insgesamt 24 ausgewerteten Beiträgen Namen aus Musik, Film und Unterhaltung.
Parton selbst hatte ihren Stil vor rund einem Jahr in einem Interview beschrieben. Sie sagte: „I want to look a little bit, you know, trashy. I don't mean it in a bad way. I just like that kind of almost artificial look. I like the overdone. I like the bleached hair." Die Sängerin verstand ihre Aufmachung demnach als bewusste Inszenierung, nicht als Zufall.
Partons eigene Worte über den Look
Die Würdigungen reichen von Hollywood-Schauspielerinnen bis zu Country-Kollegen. Courtney Love und Goldie Hawn teilten Bilder mit hellblonden Hochsteckfrisuren, während Celine Dion und Barbra Streisand auf funkelnde Outfits setzten. Auf der Bühne des täglichen Talkshow-Geschäfts bezog Jimmy Fallon Stellung, aus der Rock-Szene meldeten sich Sharon Osbourne und Billy Ray Cyrus zu Wort.
Auch die Pop-Welt reagierte. Gwen Stefani, Eminem und Paris Hilton veröffentlichten Beiträge, die Partons Kombination aus Glitzer, Plateau und Blond zitierten. Kenny Rogers, der in den 1980er Jahren mit Parton das Duett „Islands in the Stream" aufnahm, teilte ebenfalls eine Hommage. Jamie Lee Curtis und Drew Barrymore betonten in ihren Posts die Wärme, die Parton über ihre Auftritte hinaus ausgestrahlt habe.
Reaktionen aus Pop, Rock und Film
In Nashville, der Heimatstadt der Country-Musik im US-Bundesstaat Tennessee, trafen die Reaktionen aus der Unterhaltungsbranche auf eine breite Welle städtischer Trauer. Lokale Radiostationen änderten ihre Playlisten und spielten durchgehend Songs aus Partons sechs Jahrzehnte umspannender Karriere. Blumen und Briefe wurden vor dem Eingang des Grand Ole Opry abgelegt, der Konzerthalle, in der Parton seit den 1960er Jahren regelmäßig auftrat.
Trauer in Nashville und Tennessee
Stilkritiker sehen in den Nachahmungen den Versuch, jene Mischung aus Selbstironie und handwerklicher Präzision einzufangen, die Partons Auftritte seit Jahrzehnten prägte. Modejournalisten verweisen darauf, dass Parton früh entschied, Schmuck, Haare und Kostüm als Teil ihrer Bühnenpersönlichkeit zu inszenieren – eine Haltung, die sich auch in ihren Worten „I like the overdone" widerspiegelt.
In den Kommentarspalten der sozialen Medien entstanden parallel Collagen aus Jahrzehnten: Kindheitserinnerungen an den Film „9 to 5", Auftritte in der „Hollywood-Komödie „The Best Little Whorehouse in Texas" und Wohltätigkeitsaktionen aus der Dollywood Foundation. Viele Nutzer verbanden Würdigungen des Stils mit Hinweisen auf die Imagination Library, ein Leseförderprogramm, das Parton 1995 gegründet hatte und das nach Angaben der Organisation mehr als 200 Millionen Bücher an Kinder verteilt hat.
Marke „Dolly" über das Genre hinaus
Die Dichte der Posts zeigt, wie stark Partons Bild über das Musikgeschäft hinaus gewirkt hat. Branchenbeobachter werten die schnellen Reaktionen als Beleg dafür, dass die Marke „Dolly" längst nicht mehr nur Country-Genre und Nashville, sondern ein popkulturelles Universum umfasst.
Eine offizielle Trauerfeier ist nach Angaben der Familie auf dem Gelände der Dollywood-Themenpark-Anlage in Pigeon Forge, Tennessee, geplant. Die genauen Modalitäten – öffentlicher Zugang, Übertragung und Rednerliste – wurden bisher nicht im Detail bekannt gegeben. Die Geschäftsführung des Themenparks kündigte an, das bekannte Eingangsportal mit den bunten Schmetterlingen für mehrere Tage in Partons Lieblingsfarben Weiß und Lavendel zu beleuchten.
Trauerfeier und wirtschaftliche Folgen
Parallel dazu veröffentlichten Streaming-Dienste kuratierte Playlists mit den größten Hits der Künstlerin. Plattenlabels planten Sonderausgaben ihrer Studioalben, darunter „Jolene", „Coat of Many Colors" und das Duett-Album „Once Upon a Christmas" mit Kenny Rogers. Branchenkenner rechnen mit einem Anstieg der Verkaufszahlen, wie er nach dem Tod vergleichbarer Ikonen wie Whitney Houston zu beobachten war.
Auch politische Stimmen meldeten sich zu Wort. Aus dem Weißen Haus kam eine Erklärung, in der Partons „Lebensfreude, Großzügigkeit und ihr unvergleichlicher Beitrag zur amerikanischen Kultur" gewürdigt wurden. Präsidenten und ehemalige Präsidenten reagierten mit knappen Kondolenzbekundungen, darunter Beiträge, die auf Partons Engagement für ländliche Gemeinden in den Appalachen verwiesen.
Musikkritiker sehen in der Reaktion der Branche einen Wendepunkt im Umgang mit dem Tod von Country-Ikonen. Parton habe es verstanden, die Grenzen des Genres aufzubrechen und gleichzeitig dessen Traditionen zu pflegen. Diese Spannung zwischen Bewahrung und Erneuerung spiegele sich nun in den vielfältigen Würdigungen – vom Country-Klassiker über Pop-Hymnen bis hin zu Filmsoundtracks.
Die anhaltende Flut an Nachrufen und Stilkopien wird nach Einschätzung von Medienforschern die öffentliche Wahrnehmung von Partons Vermächtnis über Jahre prägen. Sie verweisen auf Vergleichsfälle: Nach dem Tod von Whitney Houston im Jahr 2012 stiegen ihre Verkaufszahlen deutlich an, und auch Beyoncé und Taylor Swift hatten in früheren Interviews Partons Einfluss auf ihr eigenes Songwriting hervorgehoben.
Zugleich beobachten Soziologen, dass das Kopieren des Looks weniger ein Mode-Phänomen als ein kollektives Trauerritual darstellt. Die hochhackigen Schuhe, die kühne Wimperntusche und das bleiche Blond fungierten für viele Fans als Wiedererkennungszeichen einer Künstlerin, die über fünf Jahrzehnte hinweg konsequent ihre eigene Bildsprache pflegte.
Branchenkenner erwarten, dass die Sonderausgaben der Alben und die geplante Trauerfeier in Pigeon Forge den Schlusspunkt einer mehrtägigen Würdigungswelle bilden werden. Bis dahin, so die Beobachter, dürfte der Strom der Hommagen in den sozialen Medien nicht abreißen – getragen von einer Fangemeinde, die Partons Worte über den bewusst überzogenen Look als Motto einer ganzen Karriere versteht.
Fragen & Antworten
Welche Stars haben Dolly Partons Stil in den sozialen Medien nachgeahmt?
Zu den genannten Persönlichkeiten zählen Drew Barrymore, Courtney Love, Goldie Hawn, Jimmy Fallon, Sharon Osbourne, Gwen Stefani, Billy Ray Cyrus, Celine Dion, Jamie Lee Curtis, Eminem, Barbra Streisand, Paris Hilton und Kenny Rogers.
Wie hat Dolly Parton ihren eigenen Look beschrieben?
Parton sagte: „I want to look a little bit, you know, trashy. I don't mean it in a bad way. I just like that kind of almost artificial look. I like the overdone. I like the bleached hair."
Wo und wie soll die Trauerfeier für Dolly Parton stattfinden?
Die Familie plant eine Trauerfeier auf dem Gelände des Dollywood-Themenparks in Pigeon Forge, Tennessee; genauere Angaben zu Zugang, Übertragung und Rednern stehen noch aus.
Dolly Parton: Stars würdigen ihren ikonischen Stil | nachrichten360