Die ÖVP-Frauensprecherin Anna Sporrer hat am Montag Nachschärfungen im Strafrecht für den Besitz und die Weitergabe von Aufnahmen sexueller Gewalt an erwachsenen Opfern angekündigt.
In einem Interview mit dem Ö1-Mittagsjournal erklärte Sporrer, sie werde sich gemeinsam mit der Frauenministerin dafür einsetzen, dass künftig nicht nur Kinder, sondern „auch erwachsene Opfer, die von diesem Missbrauchsmaterial betroffen sind, geschützt werden". Gewalt gegen Frauen sei „nicht hinzunehmen", sagte Sporrer. „Ich wäre dafür", bekräftigte sie ihre Position.
Hintergrund: „Operation Medusa" und der Tiroler Fall
Hintergrund der Debatte sind Ermittlungen gegen ein länderübergreifendes Missbrauchsnetzwerk. Anfang Juli hatten die internationalen Ermittlungen der „Operation Medusa" für Betroffenheit gesorgt. Wie das Bundeskriminalamt am Montag gegenüber der APA erneut klarstellte, gebe es in den Datensätzen der „Operation Medusa" jedoch auch weiterhin keinen Österreich-Bezug.
