SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf hat Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) aufgefordert, ihren Vorschlag zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses zurückzunehmen, und dafür auch Kritik aus der Diakonie und dem Kinderschutzbund erhalten.
Priens Vorstoß und seine Begründung
Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) plant, den Unterhaltsvorschuss künftig nur noch bis zum 16. statt bis zum 18. Geburtstag eines Kindes zu zahlen. Die Vorschussleistung greift, wenn ein getrennter Elternteil seiner Unterhaltspflicht nicht nachkommt und der Staat einspringt. Nach Angaben ihres Ministeriums haben sich die Ausgaben seit der Reform 2017 vervierfacht; zuletzt seien jährlich 3,2 Milliarden Euro geflossen. Der Vorschuss zähle damit zu den größten Kostenfaktoren für die Kommunen.
