Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will ihren Gesetzentwurf zur Kürzung des Unterhaltsvorschusses noch im Juli in die Kabinettsabstimmung bringen und damit die staatliche Unterhaltshilfe künftig nur noch bis zum 16. Lebensjahr eines Kindes zahlen.

Im Interview mit dem ARD-Hauptstadtstudio kündigte Prien an, dass der Entwurf "noch im Juli in die Regierungsabstimmung gehen wird". Die CDU-Politikerin begründete die Reform mit den Sparvorgaben des Bundeshaushalts: Bundesweit erwarte sie Einsparungen von jährlich 245 Millionen Euro, insgesamt solle der Entwurf für Bund, Länder und Kommunen gemeinsam mehrere hundert Millionen Euro generieren.

Konkret sieht der Plan vor, den Unterhaltsvorschuss statt bis zum 18. Geburtstag nur noch bis zur Vollendung des 16. Lebensjahres zu gewähren. Derzeit beträgt der monatliche Satz für 16- und 17-Jährige bis zu 394 Euro. Nach einer Schätzung des Ministeriums wären von der Neuregelung bundesweit rund 80.000 Kinder betroffen. Pro Jahr könnte einer alleinerziehenden Person damit bis zu 4.728 Euro fehlen.