Spanien gewinnt Sechzehntelfinale gegen Österreich mit 3:0 und trifft im Achtelfinale auf Portugal oder Kroatien
Los Angeles, 03. Juli 2026
AI-generated image (z-image via Kie.ai)
Kurzfassung
Spanien hat im WM-Sechzehntelfinale Österreich im ausverkauften SoFi-Stadion in Los Angeles mit 3:0 (1:0) besiegt. Mikel Oyarzabal (36., 89.) und Pedro Porro (66.) trafen für den Europameister, der am Montag in Dallas auf Portugal oder Kroatien trifft.
Mit einem überzeugenden 3:0 (1:0) gegen Österreich ist Spanien im WM-Sechzehntelfinale ins Achtelfinale eingezogen und trifft am Montag in Dallas auf den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien.
Hintergrund: Historisches Spiel für Österreich
Vor 70.492 Zuschauern im ausverkauften SoFi-Stadion in Inglewood bei Los Angeles kontrollierte die Mannschaft von Luis de la Fuente das Geschehen über weite Strecken und kam am Ende zu einem nie gefährdeten Erfolg. Die Tore für „La Furia Roja" erzielten Mikel Oyarzabal (36. und 89. Minute) sowie Pedro Porro (66.). Damit gelang Spanien erstmals seit dem WM-Finale 2010 wieder ein Sieg in einem K.-o.-Spiel einer Weltmeisterschaft.
Österreich war als Außenseiter in die Partie gegangen, hatte aber bereits vor dem Anpfiff ein historisches Ziel erreicht: Mit dem Weiterkommen aus der Gruppenphase – gesichert durch das 3:3 gegen Algerien am letzten Vorrundenspieltag – stand erstmals seit 1982 und nach 28 Jahren ohne WM-Teilnahme wieder ein K.-o.-Spiel einer Weltmeisterschaft zu Buche. Erst seit 1954, also seit 72 Jahren, hatte das ÖFB-Team damit wieder ein solches Spiel bestritten.
Erste Halbzeit: Spanien dominant, Österreich kompakt
Schiedsrichter der Partie war der Schwede Nyberg. Unter den Zuschauern befanden sich nach Berichten auch Javier Bardem, Penélope Cruz und der Bassist Flea von den Red Hot Chili Peppers. Auf der Ehrentribüne nahmen ÖFB-Chef Josef Pröll und FIFA-Präsident Gianni Infantino Platz. Für Stimmung sorgten rund 3.000 mitgereiste österreichische Fans, die unter anderem „I am from Austria" anstimmten.
Spanien begann druckvoll, hatte durch Dani Olmo (8.) früh eine Chance, ehe Innenverteidiger Aymeric Laporte eine Ecke von Alex Baena knapp über das Tor köpfte (9.). Österreich, das mit einer defensiveren Ausrichtung in die Partie ging, stemmte sich gegen die spanische Überlegenheit und hatte durch eine Flanke von Marcel Sabitzer auf Michael Gregoritsch in der 17. Minute die erste klare Möglichkeit des Spiels – der Kopfball des Augsburgers ging aber um einen Tick zu lang.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit erhöhten die Spanier den Druck auf das Tor von Alexander Schlager, der sein Team mit mehreren Paraden im Spiel hielt. So parierte der 30-Jährige zunächst einen Flachschuss von Lamine Yamal aus 18 Metern (17.) und kratzte wenig später einen Schuss von Oyarzabal aus dem langen Eck (33.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte klatschte ein direkter Freistoß von Baena aus fast 25 Metern an den Querbalken, ehe Schlager einen Dropkick-Nachschuss des freistehenden Yamal entschärfen konnte (45.+2).
Vorentscheidung durch Porro
Die überfällige Führung für Spanien fiel in der 36. Minute: Pedri initiierte das Angriffsspiel, Cucurella legte von links ins Zentrum, wo Oyarzabal souverän einschob. Zuvor hatte der Videoassistent einen vermeintlichen Treffer von Marc Cucurella nach einer Ecke zurückgenommen, weil Pau Cubarsi den österreichischen Torhüter zuvor im Fünfmeterraum gestört hatte (30.).
Nach dem Seitenwechsel dauerte es zunächst rund zehn Minuten, ehe Spanien wieder für Gefahr sorgte. Oyarzabal setzte den ersten Warnschuss ab (49.), ehe Kapitäan Rodri mit einem abgefälschten Schuss nur knapp das Ziel verfehlte (54.). Mit der Hereinnahme von Marko Arnautovic und Sasa Kalajdzic für Österreich in der 60. Minute – Kalajdzic war erst Sekunden nach seiner Einwechslung per Kopf gefährlich (61.) – brach Teamchef Ralf Rangnick das Spiel für eine kurze Drangphase seiner Mannschaft auf.
Die Vorentscheidung fiel in der 66. Minute: Nach einer Flanke von Baena köpfte der mitgelaufene Rechtsverteidiger Pedro Porro aus rund fünf Metern unbedrängt zum 2:0 ein – ÖFB-Kapitän David Alaba und Konrad Laimer hatten den Torschützen aus den Augen verloren. Wenig später scheiterte Yamal nach einer Ballstafette am Pfosten, ehe sein Schuss aus der Drehung auf der Linie von Alaba geklärt wurde (85.).
Den Schlusspunkt setzte erneut Oyarzabal in der 89. Minute, als er eine flache Hereingabe von Cucurella per Direktabnahme verwertete. Für den Angreifer von Real Sociedad war es der dritte Turniertreffer. In der Nachspielzeit tauschte Spanien-Coach de la Fuente noch dreimal: Laporte, Pedri und Yamal wurden durch Pubill, Ruiz und Gavi ersetzt.
Rekord für Spaniens Keeper Simón
Neben dem Ergebnis geriet auch ein persönlicher Rekord in den Fokus: Spaniens Torhüter Unai Simón blieb WM-übergreifend so lange ohne Gegentor wie kein anderer Keeper des Turniers. Der letzte Gegentreffer datierte aus der WM 2022 in Katar. Die Rekordjagd endete erst, als Cucurellas Kopfball in der 30. Minute aberkannt wurde und später die Tore durch Porro und Oyarzabal fielen.
Stimmen und Reaktionen
Österreichs Kapitän David Alaba hatte im Vorfeld angekündigt: „Wir wollen uns nicht verstecken. Im Gegenteil, wir wollen unser Spiel durchziehen." Auch wenn es dem Team um den 33-Jährigen im eigenen Ballbesitz an Durchschlagskraft fehlte, bot die Mannschaft um den selbst aufrückenden Sabitzer, der zur zweiten Halbzeit auf die Zehn gezogen wurde, den Spaniern über weite Strecken Paroli. Der eingewechselte Arnautovic bestritt im Alter von 137 Länderspielen seinen letzten Auftritt im ÖFB-Teamtrikot, in dem er auf 49 Tore kommt.
Für Österreich war das Turnier dennoch ein Erfolg: Mit dem Erreichen des Sechzehntelfinals – und damit dem ersten WM-K.-o.-Spiel seit 72 Jahren – übertraf die Mannschaft von Ralf Rangnick das selbst gesteckte Minimalziel. „Die Mannschaft hat ihr eigentliches Ziel bei der WM erreicht", bilanzierte der Coach nach der Partie. „Wir sind enttäuscht, dass die Reise hier zu Ende geht. Bis zum 1:0 hätten wir die eine oder andere Situation mutiger und besser ausspielen können."
Während Spanien am Montag (21 Uhr MEZ) in Dallas im Achtelfinale auf den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien trifft, geht für Österreich die Reise nach Hause. Im Rückblick bleibt neben dem sportlichen Abschneiden vor allem das 3:3 gegen Algerien in Erinnerung, als Kalajdzic in der 96. Minute per Kopf den erstmaligen Einzug in die K.-o.-Runde einer Weltmeisterschaft seit 1982 sicherte – ein Treffer, der in Österreich als „Wunder von Córdoba" Eingang in die Geschichtsbücher fand.
Ausblick: Achtelfinale und österreichische Zukunft
Angesichts der kommenden EM 2028, bei der Kapitän David Alaba und weitere Schlüsselspieler die 30 überschritten haben werden, richtet sich der Blick des ÖFB bereits jetzt auf den bevorstehenden Umbruch. Hoffnungsträger ist laut Berichten die Generation der aktuellen U17-Vizeweltmeister, die sich jedoch erst im Profifußball bewähren muss.
Das 3:0 gegen Österreich war für Spanien der erste Sieg in einem K.-o.-Spiel bei einer Weltmeisterschaft seit dem Titelgewinn 2010. Mit dem Selbstvertrauen des ersten Hitters in der K.-o.-Runde und der Qualität um den 18-jährigen Lamine Yamal, den Pedri, Rodri und Oyarzabal trägt „La Furia Roja" den Traum vom zweiten Weltmeistertitel weiter – vorausgesetzt, die personellen Sorgen, die das Trainerteam vor dem Turnier plagten, bleiben beherrschbar. „Für mich waren Spanien und Frankreich die beiden Favoriten, und ich habe das Gefühl, die Spanier kommen", hatte ein Beobachter im Vorfeld formuliert.
Fragen & Antworten
Wer hat die Tore im Spiel Spanien gegen Österreich geschossen?
Mikel Oyarzabal brachte Spanien in der 36. und 89. Minute in Führung, Pedro Porro erhöhte in der 66. Minute per Kopf zum 3:0-Endstand.
Auf wen trifft Spanien im WM-Achtelfinale?
Spanien spielt am kommenden Montag (21 Uhr MEZ) in Dallas gegen den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien.
Was hat Österreich bei dieser WM erreicht?
Österreich erreichte durch das 3:3 gegen Algerien am letzten Gruppenspieltag erstmals seit 1982 wieder das WM-Achtelfinale und bestritt dort das erste K.-o.-Spiel einer Weltmeisterschaft seit 1954.
Spanien Österreich 3:0: Oyarzabal und Porro im | nachrichten360